Russland-Sanktionen kosten Niederlande 300 Millionen Euro

Die russischen Sanktionen gegen Agrarimporte aus dem Westen kosten die niederländischen Exporteure mindestens 300 Millionen Euro. Diese Schätzung gab das niederländische Statistikamt am Dienstag bekannt. Demnach wurden 2013 Lebensmittel im Wert von 500 Millionen Euro nach Russland verkauft, von Obst über Gemüse bis Molkereiprodukte. Diese Ausfuhren hätten für die Unternehmen etwa 300 Millionen Euro an Gewinnen gebracht. Die Niederlande sind der weltweit zweitgrößte Exporteur landwirtschaftlicher Produkte.

Russland hat als Reaktion auf die Sanktionen der EU und der USA ein Einfuhrverbot für westliche Agrar-Erzeugnisse verhängt. Darunter fallen neben Obst und Gemüse auch Fleisch-, Fisch- und Molkerei-Produkte. Bis dato gingen rund zehn Prozent aller Agrarexporte der EU nach Russland.

Der Landwirtschaftsminister Polens versichert, dass die Bauern, die vom Verbot betroffen sind, Hilfe erhalten sollen: „Ich möchte, dass unsere Produzenten von der EU die besten Entschädigungen wie nur möglich erhalten, um so zumindest die Produktionskosten zu decken. Es ist nicht ihre Schuld, und es ist auch nicht die Schuld Polens“, so Marek Sawicki. Der Schaden soll sich auf rund 500 Millionen Euro belaufen, berichtet Polskie Radio.

Die EU will den vom russischen Importverbot betroffenen Obst- und Gemüsebauern mit bis zu 125 Millionen Euro helfen. Das Geld werde noch bis Ende November zur Verfügung gestellt, erklärte Agrarkommissar Dacian Ciolos am Montag in Brüssel. Betroffen sind etwa Erzeuger von Tomaten, Blumenkohl, Pilzen, Weintrauben oder Gurken. Diese Produkte können nicht eingelagert oder in anderen Ländern verkauft werden. Die Kommission hatte in der vergangenen Woche bereits Hilfen für Pfirsich- und Nektarinenbauern angekündigt. D

Russland hat die Einfuhr von Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen für die Dauer von einem Jahr verboten. Damit reagiert die Regierung in Moskau auf Strafmaßnahmen wegen des Konfliktes in der Ukraine.

Russland droht damit, die Maßnahmen auf die ganze EU auszuweiten (mehr hier). Außerdem erwägen die Russen, den Import von westlichen PKW zu verbieten, sollte die EU weitere Sanktionen verhängen.

Auch Russland seinerseits verlangt Schadenersatz von Deutschland, da die Bundesregierung einen Millionen-Deal mit Rheinmetall platzen ließ. Der Verkauf war fast perfekt, das Geld bereits überwiesen. Auch Rheinmetall prüft nun eine Klage gegen die Bundesrepublik (mehr dazu hier).

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Veröffentlicht am August 19, 2014 in Uncategorized und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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