Barnier statt Juncker: Merkel will Hollande vor Le Pen retten

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist äußerst nervös: Die Entwicklung in Frankreich sei sehr besorgniserregend, erfuhren die Deutschen Wirtschafts Nachrichten aus dem Umfeld der Kanzlerin. Der Sieg des Front National werde gravierende Auswirkungen auf die Politik der EU haben. Merkel befürchtet, dass die Lage in Frankreich vollständig außer Kontrolle geraten könnte. Das hätte dann gravierende Auswirkungen auf die EU: „Griechenland oder Portugal können wir immer stützen, aber wenn Frankreich wegbricht, wird es eng“, sagte eine mit der Diskussion im Kanzleramt vertraute Person.

Merkel verstehe nicht, warum die Parteien sich auf Juncker oder Schulz als EU-Kommissionspräsidenten kaprizierten: „Gerade die, die immer vom Vereinten Europa reden, fordern auf einmal, dass wir David Cameron brüskieren. Das ist doch absurd.“ Merkel soll sich auch sehr verärgert über die Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Medien geäußert haben, namentlich über einen Kommentar in der ARD. Darin war Merkel attackiert worden, weil sie sich angeblich über den Wählerwillen hinwegsetze. Doch es gäbe keinen „Spitzenkandidaten“, sagte, die mit der Causa vertraute Person: „Die Kanzlerin will, dass die Verträge eingehalten werden. Und demnach müssen sich die Staats- und Regierungschefs auf einen Kandidaten einigen.“ Die Kanzlerin werde in jedem Fall darauf bestehen, dass David Cameron den nächsten Kommissionspräsidenten akzeptieren könne.

Noch wichtiger aber sind für die Kanzlerin die Franzosen. Die Spekulation, die Le Monde heute anstellt, dürfte daher nicht aus der Luft gegriffen sein. Statt Jean-Claude Juncker soll Michel Barnier neuen Kommissionspräsident werden. Auch über Christine Lagarde wurde diskutiert. Sie wäre eigentlich die Favoritin der Kanzlerin, doch ist man in Berlin besorgt wegen der Ermittlungen gegen Lagarde im Zug der Adidas-Affäre: „Das ist das Letzte, was wir jetzt brauchen können, dass die EU mit Schmiergeld in Verbindung gebracht wird“, sagte eine andere Quelle aus dem gehobenen diplomatischen Dienst den DWN. Auch diese Quelle bestand auf Anonymität.

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Veröffentlicht am Mai 30, 2014 in Uncategorized und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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